Nix Kaiserwetter. . . war auch leider nur ein “Bürgerlicher” nebst Ehefrau und keine Prinzessin. Man durfte aber, an diesem Mittwoch Vormittag, den Eindruck gewinnen, als ob es sich um Kaiser’s handelt, die man erwartet. Blumenmädels (Friesinnen?) zum Empfang für den Bundespräsidenten und unseren Landesfürsten (Immerhin) Peter-Harry I. Hummtatat war auch da (TUSCH ! !! ) und das Volk stand Spalier, Schulkinder, Jung und Alt, Kaisertreue aber auch Republikaner- mann soll sich nur wundern, wer am Mittwoch Vormittag nichts zu tun hat (und das in Friesland) - mal gucken, vielleicht kommen wir ja ins Schleswig- Holstein Magazin? Zum Beweis einer gelebten Demokratie war auch ein Grüppchen von Ewigbetroffenendemonstranten anwesend und durften auch Fähnchen schwenken.
Und dann auch noch NIESELREGEN - so hatten sich das die lokalen Kurfürsten nicht ausgemalt. Da hilft nix - oder: Von GUTTENBERG (sie wissen: Freiherr von copy & paste) muß KAISER werden!
Niedrigwasser - Tiefpunkte vorgestern musste ich erheblich länger auf der Fähre verweilen (s. Headline) als geplant. Die Situation verführte mich dazu, nach langer, langer Zeit mal wieder die Schiffsgastronomie a. Hansen zu bemühen. Ich nehme die “italienische Tomatensuppe mit Basilikumsahne” ! Nach 20 Minuten wurde serviert. Ich sah eine weiße Suppentasse in der schwamm ein See aus verblichener ehemaliger Sprühsahne gesprengelt mit einigen Staubflocken - sorry nein, es waren getr. gerebbelte Basilikumblättchen. Das darunter befindliche Suppengeschöpf war mehr kalt als lauwarm. Meinen Job als Aushilfsläufer bewältigte ich gut und reklamierte das Süppchen direkt am Tresen (extra ‘Geschichte wert). Drei Minuten später überreichte man mir die Suppe mit den Worten “Jetzt isse aba heiß”. Einige Löffel später schau ich in der Speisekarte nach, wie die Suppe deklariert ist = 0. Die bekannte säuerliche Grundnote, die den Verdacht erhärtete, dass dies Süppchen eher aus dem Labor stammt, als aus einer Küche, weckte mein Interesse, aber keine Deklaration zu finden. Gott sei dank reagiere ich auf nicht deklarierte Zusatzstoffe noch nicht körperlich - emotional reagiere ich mittlerweile auf das schlampige Vorgehen von Gastronomen höchst allergisch. Übrigens schaut beim nächsten Mal in die Karte und lest, was die Bockwurst noch heute an interessanten Zusatzstoffen hergibt. Doch den Freundestipp beherzigen: Nur Getränke aus verschlossenen Flaschen! Sonst nix.
Ein weiterer Beweis für die These, dass der Verbraucher (hässliches Wort, aber hier trifft es) eine gewaltige Macht in Händen hält. Super E10 floppt an der Tanke, weil die Verbraucher das Zeugs nicht haben wollen - gut so. Warum gibt es eigentlich noch sog. Lebensmittel z.B. aus quälerischer Massentierhaltung von abscheulicher Qualität, wie z.B. versüffte Eier und geschmacklose Turbohähnchen? - richtig - weil der Verbraucher es so will. Siebech bemerkt schon vor 30 Jahren, dass es der Bevölkerung wichtiger ist, welches Öl ihr auto bekommt, als das, was sie sich über`n Salat kippen.
Guttbye Gutti, was für ein Rücktritt, spät - viel zu spät. Am Anfang der Erklärung dachte ich noch, ok er punktet, aber dann - Pathos über alles, Medienschelte von einem, der wie kaum ein anderer, die Medien bediente und benutzte. Kein eingestehen und kein anschließendes reuevolles Eingeständnis eines Vorsatzes zu Täuschung bei seiner Copy & paste - Doktorarbeit. Realitätsverlust in hohem Maße - wie Prof. Lepsius schon anmerkte - doch ein Fall für den Psychiater . Gepunktet hat er nicht - schade.
. . . tja - fast so schlimm wie ein G8 Abitur. Für einen Glaubenskrieg reicht das Thema nicht. Gefahr geht vom charismatischen Freiherrn von und zu Copy & Paste aus und den Befürwortern einer weiteren politischen Karriere dieses Wertezerstörers .
Hat die denn keiner runter gesammelt?
Tagesschau online
GUT SO . . .
Tante Renate hat auch festgestellt, daß Wohnraumbedarf für Storchenpaare besteht (s. Seite unten). Zusammen mit der FFW Wyk haben sie ein Appartementauf die Wyker Grundschule genagelt.
“Das ist die Krux mit den Essgewohnheiten der Deutschen: Der Schund, den man ihnen vorsetzt, kann gar nicht minderwertig genug sein; wenn er nur billig ist, schlucken sie ihn gerne.” Wolfgang Siebeck
Flensburg: . . . Scholle essen
Am Mittwoch d. 02. 02. 2011 traf sich die Familie um den Geburtstag der verstorbenen Trudy zu begehen und ihrer zu gedenken und das mit einem Schollenessen. „Piet Hennigsen“ am Westufer wurde als Touristenfalle erkannt und kam nicht in Frage. „Jessen`s Fischperle“ sollte besser sein (höhrensagen). Oh Schreck – keine Scholle! In der Karte wurden wir aufgeklärt: Da die Scholle jetzt Laichsaison hat und das Management des Hauses beschlossen hat, die gefährdeten Bestände nicht weiter zu drangsalieren, müssten wir halt bis Mai warten. Mann sei auch nicht bereit auf TK-Ware aus zu weichen – der Qualität wegen.
Die Absicht des Hauses wäre leicht nach zu vollziehen, wäre nicht im selben Raum ein großer Fischverkaufstresen, in dem frische Schollen angeboten wurden. Auf die Frage, wie das nun zusammen passt - hieß es: „das sind zwei getrennte Unternehmen – der Fischverkauf unterliegt der Führung der Firma Jessen (Fischgroßhandel) und die Gastronomie würde von Mäders bereedert“. Offenbar ist es auf kleinsten Raum nicht möglich sich abzustimmen.
Bein Herausgehen wurde dem ganzen noch die Krone aufgesetzt – am Ausgang fand ich die Tageskarte mit den Empfehlungen. Und darunter „Schollenfilets in der Eihülle“ - der pure Widerspruch (nehme ich als Unternehmer meine eigenen Gebote nicht ernst, oder handelt es sich doch um TK-Ware? Diesen grandiosen Fauxpas wollte der Kellner dann auch nicht mehr kommentieren.
Es scheint gar nicht so einfach in Flensburg eine gute Scholle im Restaurant zu bekommen. Der Level ist ziemlich down – liegt es daran, dass sich immer mehr Unternehmen an der steigenden Besucherzahlen der dänischen Einkaustouristen aus Jütland orientieren?
die Leuchtturmruine aus Sand hat mittlerweile den Sandwall verlassen. Ich weiß nicht wo er abgeblieben ist - hoffentlich in der Baugrube von Gert Edel und nicht in den Sandkästen von Kindergärten.